Das Wichtigste vorweg.
- Bewahren Sie die Sammlung zunächst in ihrer vorhandenen Ordnung auf.
- Verschaffen Sie sich einen Überblick und legen Sie zugehörige Unterlagen dazu.
- Eine erste Anfrage verpflichtet nicht zum Verkauf. Sie können sich Zeit für Ihre Entscheidung nehmen.
Zuerst bewahren, dann entscheiden
Eine geerbte Sammlung ist häufig mehr als eine Kiste mit Gegenständen. Vielleicht stecken Jahrzehnte eines Hobbys darin, vielleicht persönliche Erinnerungen. Gleichzeitig ist oft unklar, was genau vorhanden ist und ob jemand in der Familie die Sammlung weiterführen möchte.
Sie müssen diese Fragen nicht an einem Tag lösen. Für den ersten Schritt genügt es, die Sammlung zusammenzuhalten und einen überschaubaren Überblick zu schaffen. Ein Verkauf ist nur eine mögliche spätere Entscheidung.
Die vorhandene Ordnung erhalten
Lassen Sie Briefmarken in ihren Alben und Münzen in den vorhandenen Kapseln oder Behältern. Beschriftungen, Nummerierungen und beigefügte Notizen können helfen, einzelne Teile zuzuordnen. Bewahren Sie deshalb auch scheinbar nebensächliche Unterlagen zunächst auf.
Verteilen Sie den Inhalt nicht vorschnell auf neue Schachteln. Wenn eine Sammlung an mehreren Stellen aufbewahrt wurde, können Sie die Fundorte auf einem Blatt notieren. Ein kurzer Hinweis wie „drei Alben im Arbeitszimmer, eine Münzbox im Schrank“ ist für den Anfang ausreichend.
Einen Überblick in wenigen Notizen festhalten
Eine vollständige Inventarliste ist für die erste Kontaktaufnahme nicht nötig. Schreiben Sie auf, was Sie ohne Fachwissen erkennen können:
- Ungefähre Anzahl der Alben, Mappen und Schachteln.
- Erkennbare Länder, Jahreszahlen oder Themen auf Beschriftungen.
- Ob es überwiegend Briefmarken, Münzen, Edelmetalle oder eine Mischung ist.
- Ob Kaufbelege, Zertifikate, Prüfunterlagen oder handschriftliche Listen vorliegen.
- Welche Frage Ihnen gerade am wichtigsten ist.
Sie dürfen dabei ausdrücklich „unbekannt“ schreiben. Niemand erwartet, dass Sie Marken bestimmen oder Münzen nach Prägevarianten unterscheiden können. Auch eine Beschreibung wie „sechs große Alben, überwiegend Deutschland“ kann ein guter Anfang sein.
Mit der Familie den nächsten Schritt besprechen
Bevor Gegenstände abgegeben werden, ist es sinnvoll zu klären, wer sich um die Kontaktaufnahme kümmert und welche Erinnerungsstücke in der Familie bleiben sollen. Vielleicht möchten andere Angehörige zunächst einen Blick auf die Sammlung werfen oder bei einem Termin dabei sein.
Eine fachliche Einschätzung der Gegenstände ersetzt keine Klärung der Eigentumsverhältnisse. Wenn mehrere Personen beteiligt sind, besprechen Sie die Entscheidung über einen möglichen Verkauf gemeinsam mit den hierzu Berechtigten. Für den ersten unverbindlichen Kontakt können Sie uns die Situation einfach schildern.
Eine erste Einschätzung vorbereiten
Für den Einstieg können Sie einige Übersichtsaufnahmen machen. Bei Briefmarken helfen Bilder typischer Albumseiten; bei Münzen eine Übersicht der vorhandenen Behälter und gut erkennbare Aufnahmen einzelner Stücke. Lassen Sie die Gegenstände dafür möglichst in ihren Hüllen und Halterungen.
In unserem Ratgeber Briefmarken fotografieren finden Sie eine konkrete Fotoliste. Wenn Sie keine Fotos machen können, genügt zunächst eine Nachricht mit Ihrer Beschreibung. Die Bilder können später besprochen werden.
Online beginnen oder persönlich vorbeikommen
Über das Kontaktformular können Sie Ihr Anliegen schildern und freiwillig Fotos hinzufügen. Wir sehen uns die Angaben an und besprechen, ob weitere Informationen oder ein persönlicher Termin sinnvoll sind. Die erste Anfrage ist kostenlos und unverbindlich.
Wenn Sie persönlich kommen möchten, vereinbaren wir einen Termin im Büro in Oberaudorf. Sie können gerne eine Person Ihres Vertrauens mitbringen. Bei großen Sammlungen oder wenn der Weg schwierig ist, können Sie einen Hausbesuch ansprechen. Dieser findet ausschließlich nach Absprache und auf Ihren Wunsch statt.
Nach der Einschätzung bleibt die Entscheidung bei Ihnen
Sie können ein Angebot annehmen, darüber nachdenken oder sich gegen einen Verkauf entscheiden. Fragen Sie nach, wenn Ihnen die Einschätzung noch nicht verständlich ist. Auch eine zweite Meinung ist möglich.
Auf unserer Seite Erbe & Nachlass finden Sie weitere Informationen zu unserer Vorgehensweise. Entscheidend ist, dass Sie den nächsten Schritt mit einem guten Gefühl gehen – und nicht, dass die Sammlung möglichst schnell das Haus verlässt.
Häufig gefragt
Muss ich vor der Anfrage eine Inventarliste erstellen?
Nein. Eine ungefähre Beschreibung von Art und Umfang reicht für den ersten Kontakt. Vorhandene Listen oder Beschriftungen sollten Sie aber aufbewahren.
Kann ich jemanden zur Bewertung mitbringen?
Ja. Bringen Sie gerne eine Person mit, der Sie vertrauen. Bitte vereinbaren Sie vorher einen Termin, damit wir Zeit für Ihre Sammlung haben.
Bin ich nach einer Bewertung zum Verkauf verpflichtet?
Nein. Unsere Anfrage und Bewertung sind unverbindlich. Sie entscheiden selbst, ob Sie ein Angebot annehmen möchten.


